Evaluation gonadaler und endokrinologischer Spätfolgen, Fertilität, Sexualfunktion und Fatigue nach Hochdosis-Chemotherapie mit autologer Blutstammzelltransplantation bei Patienten mit Hodentumoren



Eine kleine Gruppe von Patienten mit ausgedehnt metastasiertem Krankheitsstadium, mit rezidivierten oder therapierefraktären Hodentumoren erhalten eine Hochdosischemotherapie mit autologer Stammzelltransplantation, dabei werden Heilungsraten von ungefähr einem Drittel der Patienten erreicht. Mehrere Studien haben sich mit der Evaluation der Langzeittoxizität nach konventioneller Chemotherapie befasst. Es existieren jedoch keine Studien, die spezifische Spätfolgen nach HDCT untersucht haben. In dieser Studie sollen endokrinologische Störungen, Fertilität und subjektive Patienteneinschätzungen im Hinblick auf die Sexualfunktion sowie das "Fatigue-Syndrom", eine Leistungsschwäche, die die Lebensqualität des Patienten beeinträchtigt, nach HDCT untersucht werden. Eine Evaluation sowohl der objektiven gonadalen als auch der subjektiven Patienteneinschätzung der Sexualfunktion soll eine genauere Beurteilung von Langzeitrisiken und des Langzeitnutzens der HDCT bei dieser Erkrankung erlauben


Studienziele:
  • Bestimmung der Inzidenz der endokrinologischen gonadalen Toxizität hinsichtlich Serumspiegel für Testosteron, Gesamtöstrogen, LH und FSH

  • Evaluation objektiver Fertilitätsbeinträchtigung (Angebot der Spermiogramm-Analyse)

  • Untersuchung des Einflusses von Hochdosis-Chemotherapie auf das Gesamtbefinden, Fatigue-Symptomatik, Sexualfunktion, Kinderwunsch des Patienten und Gesundheitszustand der Kinder mittels standardisiertem Fragebogen

 

Einschlusskriterien:
  • Alle Patienten, die seit 1993 im Rahmen der deutschen Studie zur Untersuchung einer Hochdosischemotherapie mit autologer Blutstammzelltransplantation bei Patienten mit "advanced disease" (Indiana Klassifikation) behandelt und nachgesorgt wurden

  • Alle Patienten mit malignen Keimzelltumoren, die zur Behandlung eines Rezidives eine Salvage-Hochdosischemotherapie mit autologer Blutstammzelltransplantation erhalten haben, diese Patienten werden zunächst separat ausgewertet

  • Schriftliche Einwilligung nach vorheriger Aufklärung

 

Ausschlusskriterien:
  • Patienten, die keine Hochdosis-Chemotherapie erhalten haben

  • Fehlende schriftliche Einverständniserklärung

Studiensekretariat:      Dr. C. Kollmannsberger, Prof. Dr. C. Bokemeyer

     Medizinische Universitätsklinik Tübingen

     Abteilung für Hämatologie und Onkologie

     Otfried-Müller-Strasse 10

     72076 Tübingen

     Telefon: 07071 / 298 2795 o. 4477

     Fax: 07071 / 29 5332 o. 3675